Vitamine

Definition, Aufgaben und Mangelerscheinungen

Definition

Vitamine sind komplizierte organische Moleküle. Organische Moleküle heißt, dass in Ihrer molekularen Verbindung Kohlenstoff enthalten ist. Die Verbindung von Kohlenstoff und Wasserstoff wird als organisch bezeichnet. Anders als Kohlenhydrate, Fette, Öle und Proteine dienen Vitamine nicht der Energiegewinnung. Sie übernehmen zentrale Aufgaben im Stoffwechsel des Menschen und können vom Körper nicht selbst synthetisiert werden. Damit sind Vitamine für den Körper Essentiell. Wegen Ihrer Komplexität müssen sie von Bakterien, Pflanzen oder Tieren erst gebildet werden. In der unbelebten Natur kommen sie gar nicht vor. Grundsätzlich wird bei Ihnen unter zwei Gruppen unterschieden.

Auf der einen Seite sind die wasserlöslichen Vitamine. Sie müssen täglich durch eine ausgewogene Ernährung aufgenommen werden, da sie rasch über die Nieren ausgeschieden werden. Dazu gehören unteranderem:

Auf der anderen Seite stehen die fettlöslichen Vitamine. Diese werden meist in der Leber gespeichert und können auch über längere Zeit im Körper gespeichert werden. Dazu gehören die folgende Vitamine:

Aufgaben

Vitamine spielen bei vielen Reaktionen im Stoffwechsel eine Rolle. Sie besitzen alle unterschiedliche Aufgaben im Organismus und unterschiedliche Wirkungen. Sie sind für die Regulierung und Verwertung von Proteinen, Kohlenhydraten und Mineralien verantwortlich. Außerdem sorgen sie für deren Ab- und Aufbau und sind somit indirekt auch an der Energiegewinnung im Körper beteiligt. Einige stärken das Immunsystem und sind unverzichtbar für den Aufbau von beispielsweise Zellen, Blutkörperchen, Knochen und Zähnen.

Was ist eine Mangelerscheinung, oder eine Überdosis?

Ein Vitaminmangel, oder eine Überdosis ist in europäischen Ländern, eine Seltenheit. Die häufigsten Ursachen sind Alkoholismus, oder in seltenen Fällen auch eine Schwangerschaft, oder eine Krankheit. Ein Vitaminmangel (Hypovitamose) ist auf 4 Ursachen zurückzuführen.

  1. Mangelnde Zufuhr durch eine schlechte Ernährung
  2. Erhöhte Bedarf, wie beispielsweise bei einer Schwangerschaft
  3. Malassimilation (Grunderkrankung, Medikamenteneinnahme)
  4. Aufbereitung und Lagerung von Lebensmitteln kann den Gehalt an Vitaminen variieren lassen

Bei einigen Vitaminmängeln kann sich der Körper schnell wieder erholen. Erscheinungen, welche aus einem Mangel resultieren sind zum Beispiel Skorbut, oder trockene Haut. Dies kann aber auch die Blutgerinnung beeinflusst werden, da sie zu Synthese einiger Gerinnungsfaktoren beitragen.

Eine Überdosis (Hypervitaminose) ist nur bei fettlöslichen Vitaminen möglich, da die wasserlöslichen Vitamine zu schnell über die Nieren wieder ausgeschieden werden. Eine Überdosis kann durch eine herkömmliche Ernährung kaum erreicht werden. Lediglich eine hochdosierte Zufuhr in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Eine Überdosis kann meist zu gegenteiligen Ergebnissen führen.

Eine Bewertung der Vitamine findet ihr bei dem Bundesinstitut für Risikobewertung.

-Vitamine und Mineralstoffe – Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (PDF)

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