Aminosäuren

Definition und Erklärung.

Aminosäuren bilden den Grundbaustein der Proteine und gehören zu den wichtigsten Stoffen im Körper. Immerhin 20% des Körpers bestehen aus Ihnen, vor allem ein Großteil der Muskeln und Zellen. Eiweiße (deutsches Wort für Proteine) nehmen in fast allen biologischen Prozessen im Körper eine Schlüsselfunktion ein. Sie haben eine wichtige Rolle in unserem Körper inne und der Mangel von einer Aminosäure kann schon zu Fehlfunktionen und damit negative Folgen im Körper führen.

Hierbei unterscheiden wir grob unter drei Gruppen. Zum einem den essentiellen, semiessentiellen und zum Schluss die nicht essentiellen Aminosäuren. Hierbei liegt der Unterschied, dass die essentiellen Aminosäuren vom Körper nicht hergestellt werden können. Diese müssen über eine ausgewogene Ernährung, oder als Alternative mit Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Nicht essentielle Aminosäuren können vom Körper, zum Beispiel aus anderen Aminosäuren synthetisiert, oder durch Modifikation produziert werden.

Synthetisiert heißt, dass aus verschiedenen Stoffen ein neuer gebildet wird (mehrere bilden ein neues). Bei der Modifikation wiederum wird ein bestehender Stoff in seinen Bausteinen verändert.

Arten der Aminosäuren

Essentielle Aminosäuren

Beginnen wir zuerst mit den essentiellen Aminosäuren. Diese müssen mit einer ausgewogenen Ernährung aufgenommen werden.

  1. Valin reguliert nicht nur unseren Blutzucker, sondern transportiert die Botenstoffe zum Gehirn und stärkt unser Immunsystem und unterstützt so auch einen gesunden Muskelaufbau. Valin findest du vor allem in Huhn, Fisch, Leber oder Dinkelmehl
  2. Methionin ist bei dem Aufbau der meisten Proteine im Körper beteiligt und damit unerlässlich für uns. Du findest es vor allem in Fisch, Eier und Paranüssen
  3. Leucin ist für einen gesunden Muskelaufbau unerlässlich. Du findest es deswegen auch in allen gängigen BCAA Supplements neben Valin und Isoleucin. Natürliche Leucinquellen sind Erdnüsse, Huhn oder Erbsen.
  4. Auch Isoleucin unterstützt die Botenstoffe im Körper und ist wesentlich am Muskelaufbau beteiligt. Genauso wie Leucin ist auch Isoleucin ein Bestandteil von BCAA. Natürliche Quellen aber sind beispielsweise Linsen, Erbsen, Rindfleisch oder Garnelen
  5. Phenylalanin ist essentiell für die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen. Außerdem unterstütz es deine Nierenfunktion. Quellen sind Schweinefleisch, Kuhmilch, Lachs oder Eier
  6. Tryptophan unterstützt die Funktion der Leber und wird gleichzeitig für die Bildung von Serotonin (Glückshormon) und Melatonin (Schlafhormon) gebraucht. Tryptophan findest du in Karotten, Tomaten oder Bananen
  7. Threonin wird für den Aufbau der Knochen, Bildung von Antikörpern und ein daraus resultierendes stärkeres Immunsystem gebraucht. Außerdem kann Threonin in Glycin umgewandelt werden welches Nervenberuhigend wirkt.
  8. Lysin ist besonders wichtig zum erhalten der Binde- und Muskelgewebe. Lysin ist auch ein Teil der Synthese, außerdem Carnitin entsteht, welches wichtig beim abnehmen ist, da es den Muskel unterstützt und vor möglichen Muskelabbau während einer Diät schützt.

 

Semiessentielle Aminosäuren

Neben den essentiellen Aminosäuren und den nicht essentiellen Aminosäuren sind die Semiessentiellen Aminosäuren nicht weniger wichtig. Semiessentiel heißt, dass die Produktion dieser Aminosäuren nur bei bestimmten Situationen (Verletzungen, Wachstum) von Nöten ist.  Oder aber die Produktion erst im später voll ausgereift ist. Hierbei spielen zwei Aminosäuren eine ausschlaggebende Rolle.

Da wäre zu einem Arginin, welches zum einem in Wachstumsphasen im Kindesalter wichtig ist, aber auch im voranschreitendem Alter wichtig ist. Natürliche Quellen sind beispielsweise Hülsenfrüchte oder Getreide.

Neben Arginin zählt auch Tyrosin zu den Semiessentiellen Aminosäuren. Tyrosin kann im Säuglingsalter vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Es hilft deinem Körper vor allem in Stresssituation, bei Belastung oder hohen Anstrengungen.

Nicht essentielle Aminosäuren

Zuletzt kommen wir noch zu den nicht essentiellen Aminosäuren. Diese können im Körper gebildet werden, entweder in Form von Synthese oder der Modifikation anderer Stoffe.

  1. Alanin ist eine Aminosäure, welche in allen Proteinen enthalten ist und damit der wichtigste Baustoff des Körpers ist.
  2. Asparagin sorgt für die Entgiftung des Körpers durch anregen der Nierenfunktionen. Es hilft beim Abbau von Alkohol.
  3. Cystein wirkt wie Asparagin entgiftend und stärkt das Immunsystem. Quellen in denen Cystein beispielsweise enthalten sind, sind joghurt, Paprika oder Brokkoli
  4. Gylcin ist ähnlich wie Alanin in fast jedem Protein enthalten und äußerst wichtig für einen gesunden Stoffwechsel. Außerdem ist Glycin aktiv an der Synthese im Körper beteiligt und ist ein wichtiger Neurotransmitter (Signalstoff) im Nervensystem. Glycin findest du in Huhn, Lachs, Reis oder Soja
  5. Histidin ist nicht nur an der Wundheilung, sondern auch an der Reparatur und dem Neubau von Gewebe beteiligt. Es ist außerdem wichtig für den Schutz des Nervensystems und an entzündungshemmenden Prozessen beteilgt. Quellen sind beispielsweise Rindfleisch, Huhn, Walnüsse, Kuhmilch
  6. Serin wird aus Glukose und Glycin hergestellt und ist wichtiger Bestandteil von Enzymen und Proteinen. Finden kannst du Serin in Erdnüssen und Sojabohnen.

 

Aminosäuren sind für jeden Sportler ein wichtiges Thema und sollten auf keinen Fall außer Acht gelassen werden. Ein Mangel kann zu schweren Defiziten bei verschiedenen Körperfunktionen führen. Solltet ihr einen Mangel auf Grund einer Krankheit, oder einer unausgewogenen Ernährung haben, empfiehlt es sich fehlende Aminosäuren zu supplementieren, zum Beispiel mit BCAA, Creatin oder Proteinpulver. Hier kommst du zurück zur Startseite.

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